Über uns

Lopön Tsetschu Rinpoche mit Hannah und Lama Ole Nydahl

Von rechts nach links: Lopön Tsetchu Rinpoche, Lama Ole Nydahl und Hannah Nydahl. Lopön Tsetchu Rinpoche (1918-2003) hatte zu Lebzeiten gemeinsam mit Lama Jigme Rinpoche und Lama Ole Nydahl die spirituelle Leitung unseres Dachverbandes.

Im Westen etablierte sich die Bezeichnung Diamantweg-Buddhismus in den letzten 40 Jahren insbesondere für die ca. 661 Zentren und Gruppen der Karma Kagyü Linie, die von Hannah und Lama Ole Nydahl im Auftrag des 16. Gyalwa Karmapa gegründet wurden. Die Zentren für Diamantweg-Buddhismus bieten allen Interessierten Menschen – gleich welcher Herkunft - die Möglichkeit, Meditationen des Diamantweg-Buddhismus zu lernen und zu praktizieren. Die Meditations- und Lehrinhalte in den Zentren werden von Thaye Dorje, Seiner Heiligkeit dem 17. Gyalwa Karmapa, Jigme Rinpoche und Lama Ole Nydahl dem spirituellen Leiter der Zentren für Diamantweg-Buddhismus bestimmt.

ZENTREN UND REGIONALVEREINE

In Deutschland sind die ca. 153 Zentren und Gruppen für Diamantweg-Buddhismus der Karma Kagyü Linie in insgesamt acht regionalen gemeinnützigen Vereinen organisiert. Sie bilden den formalen Rahmen für alle Aktivitäten in den autark und demokratisch organisierten Zentren und Gruppen. Sämtliche Tätigkeiten in den Zentren und Gruppen werden im Rahmen der Vereinsarbeit von den Mitgliedern ehrenamtlich durchgeführt. Alle Mitglieder eines Regionalvereins wählen jeweils Ihre Vorstände.

Die Regionalvereine finanzieren sich durch Spenden und durch freiwillige Mitgliedsbeiträge der Vereinsmitglieder. In der Regel liegt der monatliche Beitrag bei 15 Euro.


BUDDHISTISCHER DACHVERBAND DIAMANTWEG

Die acht Regionalvereine sind gemeinsam Träger des Vereins Buddhistischer Dachverband Diamantweg e.V. (BDD). Als Dachverband repräsentiert und vertritt der BDD die ca. 153 Zentren und Gruppen für Diamantweg-Buddhismus nach Außen und organisiert gemeinsame Aktivitäten – zum Beispiel die Organisation von bundesweiten Veranstaltungen, die Einladung tibetischer Lehrer, die Herstellung von Meditationstexten und diese Website. Der BDD hat einen aus drei Personen bestehenden ehrenamtlichen Vorstand, der von den Vorständen bzw. Vertretern der Regionalvereine gewählt wird. Alle Aktivitäten und Initiativen des BDD werden ehrenamtlich von überregionalen Teams eigenständige durchgeführt.

Der BDD wird durch eine Umlage von allen Regionalvereinen gemeinsam finanziert. Etwaige finanzielle Überschüsse der Regionalvereine und des BDD werden regelmäßig der Buddhismus Stiftung Diamantweg zugeführt. Sie fördert buddhistische Projekte im In- und Ausland.

DEUTSCHE BUDDHISTISCHE UNION DBU e.V.

Der BDD ist seit seiner Gründung Mitglied in der Deutschen Buddhistischen Union (DBU) und steht zur „Einheit in der Vielfalt“ des Buddhismus in Deutschland. Der DBU gehören ca. 60 verschiedene buddhistische Gemeinschaften aller Traditionen an. Zusammen mit ca. 2200 in der DBU organisierten Einzelmitgliedern stellen die in der DBU vertretenen Gemeinschaften insgesamt ca. 15.000 Mitglieder der in Deutschland geschätzten 250.00 - 300.000 Buddhisten.

Als größte Mitgliedsgemeinschaft der DBU vertritt der BDD mit ca. 5400 Mitgliedern den größten Anteil an Mitgliedern der DBU-Mitgliedsgemeinschaften.

Die Delegierten der DBU-Mitgliedsgemeinschaften wählen in der Mitgliederversammlung einen 11 köpfigen Rat. Vertreter von Mitgliedsgemeinschaften sind nach der Satzung der DBU im Rat nicht vorgesehen. Bei Abstimmungen - auch bei der Wahl des Rates - haben Mitgliedsgemeinschaften ab 10 Mitgliedern 1 Stimme, ab 150 bis 600 Mitgliedern 2 Stimmen und Gemeinschaften mit über 600 haben 3 Stimmen.

Der BDD verfügt mit seinen 5400 Mitgliedern daher lediglich über 3 Stimmen und damit über genauso viel Partizipationsrechte, wie zusammen 30 Mitglieder aus 3 Kleinstgemeinschaften. Diese kleinen Gemeinschaften stellen einen großen Teil aller Gemeinschaften in der DBU. Insgesamt verfügt der BDD mit seinem Anteil von ca. 35% aller Buddhisten in der DBU lediglich über 3,6% der Stimmrechte. Aus diesem Grund war es möglich, dass dem Rat der DBU lange Zeit kein Buddhist des BDD als mit Abstand größte Mitgliedsgemeinschaft der DBU angehörte. Seit einigen Jahren wurde regelmäßig ein Delegierter des BDD in den Rat gewählt. Dieser verfügt über weniger als 10% Stimmrechtsanteil.

Vor dem Hintergrund des nicht repräsentativen Rats und Vorstands der DBU kommt es häufiger zu Vorgehensweisen, die nicht die Meinung der von der DBU vertretenen Buddhisten widerspiegelt. Der BDD fordert deshalb seit langem eine Demokratisierung der Strukturen. Eine seit Jahren tagende "Struktur AG" konnte keine Ergebnisse erzielen.